#Virtuelle Führung

Mitarbeiterführung: Virtuelle Führung in der Corona-Krise

Die Coronakrise stellt die Mitarbeiterführung vor eine neue Herausforderung

 

Virtuelle Führung ist unter normalen Umständen ein Thema für Teams, die an unterschiedlichen Standorten eines Unternehmens angesiedelt sind, und daher von vornherein als virtuelle Teams geplant werden. Jetzt wird es plötzlich für die meisten Teams zum Normalfall und für die Führungskräfte zur Herausforderung in der Mitarbeiterführung.

Die Corona-Krise stellt die Führung gleich vor zwei Herausforderungen. Die Mitarbeiter sind verunsichert und haben vielleicht Angst. Und plötzlich sind alle im Homeoffice und die gesamte Führung findet nur noch über virtuelle Tools statt.

Viele Führungskräfte stellen sich jetzt bezüglich der Mitarbeiterführung die Fragen:

-         Wie führe ich Mitarbeiter virtuell?

-         Wie kann ich dafür sorgen, dass sich meine Mitarbeiter im Homeoffice gut unterstützt fühlen?

-         Wie kann die Produktivität im Homeoffice gewährleistet werden?

-         Wie gebe ich Mitarbeitern Sicherheit in der Corona-Krise?

-         Wie bleibe ich als Führungskraft gelassen in diesem Ausnahmezustand?

 

Hier finden Sie einige hilfreiche Tipps zur virtuellen Führung und zum Krisen-Management

7 Tipps zur virtuellen Mitarbeiterführung in der Corona-Krise

1.      Halten sie Kontakt zu ihren Mitarbeitern

Gerade jetzt ist es wichtig zu den Mitarbeitern einen regelmäßigen Kontakt zu halten. Melden sie sich am besten gleich morgens einmal bei jedem Mitarbeiter per Web-Meeting. Dabei ist das Einschalten der Kamera für sie Pflicht. Es schafft Vertrauen, wenn ihr Mitarbeiter sie sehen kann, denn wir beurteilen die Glaubwürdigkeit eines Menschen vor allem über die Körpersprache, Mimik und Gestik.

 

2.      Nehmen sie sich Zeit für die Befindlichkeiten ihrer Mitarbeiter

Gerade in Krisenzeiten, in der Angst und Unsicherheit viel Raum einnehmen, ist es für eine Führungskraft wichtiger denn je, sich mit den Befindlichkeiten eines Mitarbeiters zu befassen. Dazu gehören auch die persönlichen und privaten Herausforderungen, wie die Kinderbetreuung oder die Sorge um Angehörige, evt. aber auch die Angst um den Arbeitsplatz. Hören sie gut zu, nehmen sie Ängste und Unwohlsein ernst und zeigen sie Verständnis. Damit können Sie viel zur Beruhigung des Mitarbeiters beitragen und ein beruhigter Mitarbeiter ist produktiver.

 

3.      Lob und Anerkennung bleiben wichtig

Denken sie daran ihre Mitarbeiter zu loben und deren Leistung weiterhin anzuerkennen. Falls sie das bisher schon nicht getan haben, ist es jetzt umso wichtiger damit anzufangen. Lob und Anerkennung aktiviert unser Belohnungszentrum im Gehirn. Das baut Motivation auf und sorgt dafür, dass Mitarbeiter auch im Homeoffice ihren Beitrag leisten.

4. Betonen sie Positives und Erfolge

Es passiert schnell, dass wir vor lauter schlechten Nachrichten und Problemen vergessen, auch das Positive wahrzunehmen. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, Erfolge zu feiern und auch die kleinen schönen Ereignisse hervorzuheben. Das hebt die Stimmung und holt Mitarbeiter aus dem Negativ-Fokus.

5. Schaffen sie Raum für informellen Austausch

Informeller Austausch findet sonst beim Kaffee holen oder Mittagessen statt. Das fällt nun weg. Es ist wichtig, dafür Ersatz zu schaffen. Jedes Web-Meeting kann z.B. mit einer informellen Runde beginnen, wie es jedem gerade geht. Auch in Chats kann ein netter Plausch entstehen, den sie anstoßen können.

6. Nehmen sie sich Zeit sich selbst zu stärken

Prüfen Sie regelmäßig, wie es ihnen in der Situation geht. Reflektieren sie darüber, ob sie sich selbst nervös, angespannt oder unsicher fühlen. Das ist völlig normal in extremen Situationen. Nehmen sie sich Zeit für sich. Sorgen sie dafür, dass sie in ihre Gelassenheit finden, indem sie Dinge tun, die sie beruhigen, z.B. mit vertrauten Menschen sprechen, sich bewegen etc.

7. Stellen sie Regeln auf

Aufgrund der bisherigen Zusammenarbeit bestehen im Team oder zwischen Führung und Mitarbeitern meist schon mehr oder weniger klare Regeln. Einige sind schriftlich festgehalten, andere sind inoffizielle Regeln, die in einem informellen Prozess ausgehandelt wurden. Durch die veränderten Bedingungen der virtuellen Zusammenarbeit sollten ein paar neue Regeln festgelegt werden.

  • Mindestanzahl an Kontakten am Tag: 1-2 persönliche Kontakte am Telefon oder per Web-Meetings helfen, den aktiven Austausch im Team aufrecht zu erhalten. Nur Email-Kontakte lassen zu viel Raum für Missverständnisse und miteinander zu sprechen gibt das Gefühl, nicht alleine zu arbeiten.
  • Kamera bei Web-Meetings einschalten: Das Einschalten der Kamera bei Web-Meetings sollte zur Selbstverständlichkeit werden. Es macht einen großen Unterschied, ob man in einem Gespräch die Mimik und Gestik des anderen sieht, oder nur dessen Stimme hört.
  • Regeln in der virtuellen Kommunikation: In Telefon- und Web-Meetings wird es wichtiger denn je, dass nur einer spricht und dass jeder den anderen Ausreden lässt.
  • Begrenzen Sie die Dauer von Web-Meetings: Sie sind wesentlich anstrengender als persönliche Meetings. Wenn Konferenzen länger als eine Stunde dauern, machen sie stündlich eine kurze Pause, vor allem wenn die Teilnehmer viel Zuhören müssen.

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